Von Dr. Christian Marettek
Überblick über den Fall 4
Melanie 18 Jahre, Tochter von Steffi und Sven verbringt die Wochenenden seit Jahren in einer Clique, wo mittlerweile sogar Marihuana (Cannabis) geraucht wird. Nachdem Steffi und Sven dies erfahren haben sind sie zunächst ratlos, und setzen sich anschließend mit Robert (Steffis Bruder) und Jenny (Roberts Frau) zusammen.
Melanie ist sportlich, seit drei Jahren mit demselben, gleichaltrigen Mann zusammen, der sie auch zu der Clique mitgenommen hat, wo jetzt Marihuana geraucht wird. Sven fragt Melanie direkt, wie oft sie schon „gekifft“ habe? Melanie antwortet „schon öfter, aber noch nicht regelmäßig“.
Sven: „Du kennst aber auch die typische Karriere in die Drogenabhängigkeit: wenn Cannabis nicht ausreicht, dann vielleicht noch in naher Zukunft Crack?“ Beide sind sich einig, dass es so nicht weitergehen darf! Sie vereinbaren – ähnlich wie bei ihrer Schwester Andrea – einen Wertevertrag“: Melanie verpflichtet sich gegenüber ihrer eigenen Gesundheit zu bestimmten, als richtig erkannten Werten und schreibt sogar die verwendeten Rausch- und Suchtmittel in ihr Tagebuch.
Anschließend erzählt Melanie, dass es ihrer Meinung nach viel schlimmer ist, dass sie das "normale" Rauchen (Nikotin) nicht los wird; mittlerweile raucht sie auch in den großen Pausen vor dem Schulgebäude.
Nikotin ist soviel giftiger als Cannabis was ja "reine Natur" sei. Sven merkt, wie geschickt seine Älteste ablenkt - muss ihr inhaltlich aber durchaus teilweise Recht geben.
Sven: "Du weißt aber auch, dass Cannabis vielfältige Schäden an Körper und Seele anrichten kann - gerade in deinem Alter!"
Da Sven gut vorbereitet ist, schickt er Melanie direkt die einschlägigen Studien, die er selbst in der Google-KI am 12.05.2026 mit der Frage abgerufen hatte:
Welche Risiken bestehen aus der regelmäßigen Einnahme von Marihuana mit 18 Jahren
Der regelmäßige Konsum von Marihuana mit 18 Jahren ist besonders riskant, da sich das menschliche Gehirn in dieser Phase noch in einem massiven Umbauprozess befindet, der erst um das 25. Lebensjahr abgeschlossen ist. [1, 2, 3]
- https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/cannabis/faq-cannabisgesetz
- https://www.drugcom.de/newsuebersicht/topthemen/wie-schaedlich-ist-cannabiskonsum-fuer-das-gehirn-junger-menschen/
- https://www.cdc.gov/cannabis/health-effects/cannabis-and-teens.html
- https://www.youtube.com/watch?v=9ajzj06q0Q0
- https://www.youtube.com/watch?v=67LhQq1IhKk&t=67s
- https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9360736/
- https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/cannabis/risiken-fuer-jugendliche
- https://americanaddictioncenters.org/marijuana-rehab/effects-of-marijuana-on-teenage-brain
- https://www.canada.ca/en/health-canada/services/publications/drugs-health-products/is-cannabis-safe-use-facts-youth.html
Auf Basis der genannten Quellen nennt die Google-KI folgende Risiken im Überblick:
1. Beeinträchtigung der Gehirnentwicklung
Kognitive Einbußen: Regelmäßiger Konsum kann die Konzentration, Aufmerksamkeit und das Gedächtnis dauerhaft verschlechtern. Studien zeigen bei frühem und intensivem Konsum sogar eine Minderung des IQs um mehrere Punkte. [1, 2, 3, 4, 5, 6]
Strukturveränderungen: THC greift in die Vernetzung von Nervenzellen ein. Dies kann zu einer dünneren Hirnrinde und einer weniger effizienten „weißen Substanz“ führen, die für die schnelle Signalübertragung zuständig ist.
2. Psychische Erkrankungen
Depressionen & Ängste: Häufiger Konsum wird mit einem höheren Risiko für Depressionen, soziale Ängste und Suizidgedanken im späteren Leben in Verbindung gebracht.
Psychosen & Schizophrenie: Das Risiko, eine Psychose (Realitätsverlust, Halluzinationen) oder Schizophrenie zu entwickeln, ist bei jungen Menschen signifikant erhöht, insbesondere bei entsprechender genetischer Veranlagung.
3. Soziale und persönliche Entwicklung
- Persönlichkeitsentwicklung: Konsum kann dazu führen, dass Jugendliche in einem „pubertätsähnlichen Zustand“ verharren und emotionale Bewältigungsstrategien schlechter erlernen.
- Schulischer/Beruflicher Misserfolg: Statistisch gesehen brechen regelmäßige Konsumenten häufiger die Schule ab oder erreichen seltener einen Hochschulabschluss. [1, 2, 3, 4]
4. Abhängigkeit und körperliche Folgen
- Suchtgefahr: Etwa jeder fünfte Jugendliche (20 %), der regelmäßig konsumiert, entwickelt eine Abhängigkeit.
- Körperliche Schäden: Die Lungenfunktion wird beeinträchtigt, und das Risiko für Atemwegserkrankungen steigt, insbesondere wenn Cannabis mit Tabak geraucht wird. [1, 2, 3]
Wichtiger Hinweis: Wenn du oder jemand, den du kennst, Schwierigkeiten hat, den Konsum zu kontrollieren, bieten Organisationen wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) anonyme Beratung und Hilfe an.
Ende des Zitats aus der Google-KI.
Wie reagiert Sven als Vater?
Da Steffi keine Zeit hat und Jenny als Ärztin und „familiäre Allzweck-Waffe“ für Familienprobleme mit Tochter Marie verreist ist, muss sich Sven um seine Älteste kümmern. Sven schaut seine schöne Tochter an und denkt: „Soll diese Frauenpower tatsächlich durch Drogen bedroht sein?“ Wie das Bild zeigt, ist Melanie selber skeptisch aber erfreulicher Weise gesprächsbereit.
Sven weiß genau, dass er Melanie überzeugen muss, wenn sich was ändern soll. Sie ist volljährig und sowieso seit vielen Jahren sehr selbstständig unterwegs. Sven nimmt die Tochter insoweit Ernst, dass er tatsächlich vorschlägt, zunächst das Nikotin-Problem anzugehen. Da Sven sich letztes Jahr selbst das Rauchen abgewöhnt hat, ist er insoweit vielleicht sogar ein Vorbild. Er muss aber auch zugeben, dass er als Nebenwirkung 8 Kilo mehr Gewicht hat, was sicherlich für Melanie inakzeptabel wäre. Sven kennt genau den Druck der Töchter, attraktiv und schlank zu sein.

Wie kann man mit einiger Wahrscheinlichkeit eine Nikotinabhängigkeit überwinden?
Abgerufen in der Google-KI am 12.05.2026
Eine Nikotinabhängigkeit lässt sich am effektivsten durch eine Kombination aus medikamentöser Unterstützung und Verhaltenstherapie überwinden. Während die körperliche Entwöhnung oft nach etwa drei Tagen ihren Höhepunkt überschreitet, ist die psychische Umgewöhnung der entscheidende Faktor für langfristigen Erfolg. [1, 2, 3, 4]
Strategien zur Überwindung
- Kombinationsmethode: Die höchsten Erfolgsquoten erzielen Programme, die Nikotinersatztherapien (Pflaster, Kaugummis) mit Verhaltenstrainings kombinieren.
- Schlusspunkt-Methode: Experten empfehlen oft, einen festen Tag für den Rauchstopp festzulegen, statt den Konsum nur schrittweise zu reduzieren.
- Umgang mit Suchtdruck (Craving): In akuten Momenten helfen Sofortmaßnahmen wie das Trinken eines Glases Wasser, Zähneputzen oder kurze körperliche Betätigung.
- Rituale ersetzen: Da das Rauchen oft fest mit dem Alltag (z.B. Kaffee-Pause) verknüpft ist, sollten diese Gewohnheiten aktiv verändert werden – etwa durch den Wechsel von Kaffee zu Tee oder das Einplanen neuer „Ruheinseln“. [1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8]
Hilfsangebote und Ressourcen
Zur professionellen Unterstützung stehen verschiedene Anlaufstellen zur Verfügung: [1]
- Beratung: Die BZgA Telefonberatung bietet kostenlose Hilfe bei der Planung.
- Kurse: Viele Krankenkassen wie die BARMER bezuschussen zertifizierte Nichtraucherkurse.
- Medizinische Begleitung: Bei starker Abhängigkeit können Lungenärzte verschreibungspflichtige Medikamente zur Entwöhnung verordnen. [1, 2, 3, 4, 5]
Abschließend bietet die Google-KI sogar an, einen konkreten Plan für die erste Woche deines Rauchstopps zu erstellen oder nach Apps zur Unterstützung zu suchen.
Ende des Zitats.
Wie entwickelt sich die Beziehung zwischen Sven und Melanie?
In der Folge zeigt sich, dass Melanie wirklich den Ehrgeiz hat, sich das Rauchen völlig abzugewöhnen. Da sich Sven das Rauchen ohne Verhaltenstherapie abgewöhnt hat, strebt es Melanie genauso an. Nach einigen Wochen – Sven sponsert die verschiedenen Nikotinpflaster und weiteren Hilfsstoffen – gibt es erste Fortschritte. Sven lobt jeden kleinen Fortschritt – tröstet sie aber auch, wenn es Rückfälle gibt. Vor allem verurteilt er sie nicht.
Außerdem hat Sven in einem Gespräch mit Tobias (Freund von Melanie) erwähnt, wie risikobehaftet Nikotin bei der Familiengründung ist. Daraufhin schließt sich der Freund von Melanie dem „Rauchfrei-Programm“ an, was den endgültigen Durchbruch bringt. Durch das erfolgreiche gegenseitige Unterstützen belebt sich die Beziehung zwischen Sven und Melanie wesentlich, was für Sven persönlich sehr wichtig ist.
Dadurch hat Sven selbst den Mut, im Folgejahr ein persönliches „Sport- und Abnehm-Programm“ durchzuziehen. Ein Jahr später verloben sich Melanie und Tobias und beschließen gemeinsam, auch auf Marihuana ganz zu verzichten und am Samstag eher Sporttermine mit anschließendem alkoholhaltigen Feiern anzusetzen – aber ohne Rauch!

